Gesang, Geselligkeit und Tradtion stehen im Mittelpunkt

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Im Winter 1921 war es, als sich Männer aus Nikolausdorf und Beverbruch zum ersten gemeinsamen Singen trafen. Die Liebe zum Gesang führte 1922 zur offiziellen Gründung des Männergesangvereins Nikolausdorf. Der erste Dirigent war Hauptlehrer Konrad Meyer. Zu den Gründungsmitgliedern zählten: Josef Abeling, Julius Backhaus, Georg Behne, Georg Buschenlange, Josef Dasenbrock, Franz Ferneding, Hermann König, Johann Loges, August Meyer, Josef Scheper und Josef Willenborg.

Für kurze Zeit übernahm Lehrer Josef Stukenborg den Taktstock und gab ihn 1933 an Hauptlehrer Friedrich Wübbolt ab. Dirigent Wübbolt legte 1934 die Chronik an, in der die Vereinsgeschichte bis zum heutigen Tage verfolgt werden kann. Im Jahre 1935 wurde mit großer Unterstützung aller Dorfbewohner eine Vereinsfahne angeschafft. Am 5. Mai 1935 wurde diese unter Mitwirkung der Chöre Garrel und Tweel von Kaplan Fresenborg geweiht.

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Aufnahme des Männergesangvereins am Tage der Fahnenweihe 5. Mai 1935

Vordere Reihe:

Theodor Schmidt, Johann Loges, Georg Behne, Julius Backhaus, Kaplan Fresenborg, Chorleiter Friedrich Wübbolt, Josef Scheper, Georg Backhaus, Johannes Tapken, Heinrich Luttmer

Mittlere Reihe:

Josef Stukenborg, Franz Ferneding, Clemens Fleming, Heinrich Olding, Georg Korte, Josef Dasenbrock, Josef Lanfermann, Hermann Meyer

Hintere Reihe:

Hermann Schmidt, Josef Abeling, Georg Buschenlange, August Meyer, Heinrich Backhaus, Josef Fleming, Hermann König, Josef Willenborg

Der Männergesangverein nimmt seit 1935 an den Chorfesten des Sängerbundes "Heimattreu" teil. Das erste Sängerfest in Nikolausdorf wurde am 12. Juni 1938 gefeiert. Unter den Klängen des Infanterie-Regiments 16 aus Oldenburg marschierten die Sängerinnen und Sänger von der Gastwirtschaft Meyer zum Festplatz hinter der Kirche. Auf dem festlich geschmückten Lyrawagen standen sechs Jungen, die Schilder mit Symbolen bekannter Volkslieder trugen. Der Reinerlös dieser Veranstaltung wurde für Notenmaterial und Sängermützen verwendet.

Im Sommer 1939 wurde die Vereinstätigkeit durch den Krieg unterbrochen. Chorleiter Wübbolt und einige Sänger wurden eingezogen. Die in der Heimat verbliebenen Sänger schlossen sich um so fester zusammen, mit dem Ziel, den Gottesdienst durch Gesang zu verschönern und die Dorfbewohner aufzumuntern. Franz Ferneding übernahm während dieser Zeit die musikalische Leitung. Liedervater war Georg Behne. Im September 1946 kehrte Dirigent Wübbolt zurück und der Verein formierte sich neu. Weihnachten 1946 wurde erstmals nach dem Krieg wieder auf der Diele des Vereinslokals Fleming Theater gespielt.

Über Nachwuchs konnte der Verein sich nicht beklagen. Die Väter brachten ihre heranwachsenden Söhne zum ersten Übungsabend nach der Sommerpause mit. Gemeinsam mit ihren Frauen unternahmen die Sänger im Sommer Fahrten ins Blaue.

Das Zwischenahner Meer, der Dümmer oder Engelmannsbäke waren beliebte Ausflugsziele. Für den Besuch des Theaters in Oldenburg charterte man einen LKW. Die Fahrt kostete pro Kopf drei Eier.

Die Nachfolge von Friedrich Wübbolt trat 1955 Hauptlehrer Johann Kabella an. Unter seiner Leitung fand 1958 das zweite Sängerfest in Nikolausdorf statt. Im Jahre 1971 wurde bei strahlendem Sonnenschein mit dem jungen Chorleiter Wilhelm Fleming das dritte Chorfest gefeiert.

Am Ostermontag des Jahres 1982 erfolgte eine Rundfunk-Übertragung des Gottesdienstes aus unserer Herz-Jesu-Kirche. Der Männergesangverein unter Leitung von Wilhelm Fleming gestaltete den Gottesdienst, der von Pfarrer Kunibert Busenhagen zelebriert wurde. Der Frauenchor wirkte ebenfalls mit. Am 30. Oktober 1982 feierte der Männerchor sein 60-Jähriges Bestehen. In der festlich geschmückten Tennishalle trafen sich neun Vereine mit über 300 Sängerinnen und Sängern. Der Musikverein Beverbruch nahm auch an diesem Jubiläum teil.

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MGV 1962 anlässlich des 40-jährigen Jubiläums

obere Reihe von links:

Bernd Ferneding, Otto Ferneding, Heinrich Höne, Aloys Lange, Manfred Olberding, Franz Timmerevers, Josef Lanfermann, Ludger Holzenkamp, Günter Fleming

zweite Reihe von links:

Hans Meyer, Hermann Meyer, Franz Retetzki, Georg König, Gerd Engelmann, Heinrich Ferneding, Hermann Otten, Heinrich Meyer, Aloys Engelmann, Josef Ferneding

dritte Reihe von links:

Franz Fleming, Bernd Tasche, Georg Korte, August Penning, Heinrich Seelhorst, Aloys Nuxoll, Heinrich Kenkel, Bernd Jaschke, Gregor Willenborg, Clemens Otten, Josef Loges

untere Reihe von links:

Georg Buschenlange, Hermann-Josef Willenborg, Hermann König, Josef Scheper, Franz Ferneding, Johann Kabella, Johann Loges, August Meyer, Clemens Fleming, Josef Abeling, Willi Fleming

Anlässlich unseres 75-Jährigen Bestehens war der Chor zum vierten Mal in der seiner Vereinsgeschichte Ausrichter des Chorfestes des Sängerbundes "Heimattreu". Dirigent war Peter Norrenbrock. Bei der Vorbereitung dieser Chorfeste wird der Verein durch die gesamte Dorfbevölkerung kräftig unterstützt.

Der Männergesangverein hält auch nach 80 Jahren an alte Traditionen fest. An kirchlichen Feiertagen gestaltet er gemeinsam mit dem Frauenchor den Gottesdienst. Am Volkstrauertag eines jeden Jahres singt der Chor im Hochamt zu Ehren seiner verstorbenen Mitglieder. Alle zwei Jahre beteiligen sich die Nikolausdorfer Chöre zur Einstimmung auf Weihnachten an einem Adventssingen in unserer Kirche. Ein traditionelles Kohlessen, woran der Frauenchor sowie auch die passiven Mitglieder teilnehmen, findet alljährlich im Vereinslokal statt. Mit dem Maigang am ersten Dienstag nach dem Chorfest des Sängerbundes "Heimattreu" beginnt die Sommerpause. Dann erholen sich die Sänger von den rund 60 Übungsabenden und öffentlichen Auftritten. Alljährlich findet im November eine Generalversammlung statt. Der Vorstand wird dann neu gewählt. Während früher das Theaterspiel Geld in die Kasse brachte, müssen heute monatliche Beiträge von aktiven und passiven Mitgliedern die Kosten decken.

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Der Chor im Jahr 2001

Der Vorstand des Männergesangvereins von 1922 bis 2001:

1. Vorsitzender/
Liedervater:

Georg Behne 1922 - 1947; Johann Loges 1947 - 1965; Franz Retetzki 1965 - 1984; Hermann Meyer 1984 - 1996; Peter Fleming seit 1996

2.  Vorsitzender:

August Meyer bis 1964; Hans Meyer 1964 - 1979; Hermann Meyer 1979 - 1984; Heinrich Ferneding 1984 - 1995; Josef Osterhus seit 1995

Schriftführer:

Friedrich Wübbolt bis 1950; Clemens Fleming 1950 - 1965; Hermann Backhaus 1965 - 1969; Peter Fleming 1969 - 1996; Alfons Ferneding seit 1996

Kassenwart:

Franz Ferneding bis 1964; Clemens Otten 1964 - 1979; Aloys Engelmann 1979 - 1983; Heinz Meyer seit 1983

Chorleiter:

Konrad Meyer 1922 - 1930; Franz Ferneding 1930 - 1931; Josef Stukenborg 1931 - 1933; Friedrich Wübbolt 1933 - 1939; Franz Ferneding 1940 - 1946; Friedrich Wübbolt 1946 - 1955; Johann Kabella 1955 - 1970; Wilhelm Fleming 1971 - 1986; Peter Norrenbrock seit 1986



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